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Kraft
der
Freiheit

Die echte Freiheit

Von GLR | 19.4.2017 18:00

Der Verstand als innerer Tyrann

Wirklich frei bist du erst, wenn dein Verstand dich nicht mehr beherrscht. Denn solange das noch so ist, lebst du immer in deinem eigenen inneren Gefängnis. Du kannst nur denken, was er zuläßt, und nur fühlen, was er zuläßt, und dann kannst du auch nur leben, was er zuläßt. Deine wahre Natur, die Lebenskraft, wird er als Feind betrachten und niederhalten. Das ist innere Sklaverei, nicht Freiheit.

Der Verstand entführt aus der Bewußtheit des gegenwärtigen Moments in Wahn- und Fantasiewelten. Er erschreckt einen mit vorgestellten Gefahren und verspricht kommende Beglückungen, wovon beides so gut wie nie eintrifft. Das spontane Zulassen des Wirkens der Lebenskraft in einem wird so korrumpiert und nach und nach völlig unmöglich.

Freiheit und Angst

Nur wer die Angst zuläßt und durch sie hindurchgeht, ist frei und bleibt frei. Wer die Angst bekämpft, meidet oder unterdrückt, wird unfrei. Außerdem muß er anfangen, sich und andere zu belügen. Je größer die Lüge wird, desto unfreier wird er.

Unfreie, unaufrichtige Menschen, die ihre Angst bekämpfen, meiden oder unterdrücken, tendieren dazu, die eigene Problematik auf andere zu projizieren. Das ist der Grund für die meisten politischen Kämpfe. Der logische Endpunkt dieses Irrweges ist der Krieg.

Selbst da noch, in der Vernichtung des Krieges, triumphiert am Ende die Lebenskraft. Warum sie dann nicht von vornherein in ihr Recht setzen und sie vertrauensvoll willkommen heißen?

Freiheit und Beziehungen

Frei ist nur, wer keine Erwartungen an andere hat, sondern selbst tut, was zu tun ist, und die anderen sich selbst überläßt. Natürliche Sympathie ist frei und gibt frei. Sie braucht keine Verträge und Verpflichtungen.

Die eigentliche Befreiung

Die eigentliche Befreiung besteht in der Befreiung von der Selbstidentifikation mit der Ich-Person und mit dem Körper. Solange das Bewußtsein an der Ich-Person als fälschlich angenommener Identität festhält, sind Konflikte mit der Welt die unvermeidliche Folge. Außerdem identifiziert sich die Ich-Person als vermeintlich Handelnder und verstrickt sich dann in Dilemmen von Entscheidung und Absichtsdurchführung. Das Bewußtsein gerät aus dem Fokus, und das Denken etabliert sich als Scheininstanz der Selbststeuerung. Verselbständigte und übernommene Denkkonzepte überlagern das natürliche Wesen, bis der Mensch sich selbst vollkommen entfremdet ist.

Nur wenn dieser ganze Zusammenhang und die dadurch bewirkte Verstrickung als das gesehen wird, was es ist und was es anrichtet, geschieht das Durchschauen als wahre Erkenntnis, und damit die Befreiung.

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