GLR

Kraft
der
Freiheit

Unfreiheit

Von GLR | 19.4.2017 20:00

Militärparade in Nordkorea

Interessanterweise finden das viele Zuschauer (auch im Westen) sogar gut. Dem aufmerksamen Betrachter fallen die Parallelen zu Aufmärschen der 1930er Jahre im sogenannten III. Reich unter Adolf Hitler auf, oder zu den bekannten Veranstaltungen zu Zeiten der Sowjetunion. Wer noch etwas genauer hinterfragt, sollte früher oder später — trotz aller gegenwärtig in Deutschland veranstalteten Umdeutungsbemühungen — darauf kommen, daß es sich jedes Mal um klassische Ausprägungen des Sozialismus handelt. Denn, man muß es leider immer wiederholen: auch der Nationalsozialismus war eine, wenn auch nationalistische, Variante des Sozialismus.

Und damit wären wir an der Wurzel der Unfreiheit: Der Mensch erschafft sich einen politisch-weltanschaulichen Überbau, der ihn selbst zu einem kleinen Nichts, einem bloßen Rädchen im übermächtigen Getriebe des Herrschaftssystems degradiert — gerade so, wie wir hier in diesem Video die rechtwinklig und mit unerbittlicher Präzision ausgerichteten, im mechanischen Stechschritt wie Puppen marschierenden Mitläufer der roten (oder braunen, siehe unten) Diktatur miterleben können.

Das wird den Menschen nicht aufgezwungen, sondern ihr eigener verselbständigter, nach Fürsorge, Kontrolle und scheinbarer "Solidarität" rufender Verstand ist es, der diese Strukturen und den von ihnen dann ausgehenden Zwang erschafft.

Der die Unfreiheit insgeheim liebende Mensch macht aber gerne, wenn etwas nicht optimal klappt, die Politiker für etwaige Schwierigkeiten verantwortlich und fordert dann neue Politiker, neue Parteien, neue Überbau-Strukturen. Woraufhin sich dasselbe Spiel von neuem wiederholt.


Marcos Gedanken zur Militärparade in Pyongyang


Unbedingt anschauen: Nordkoreaner trauern um den verstorbenen Kim jong-il (2011):

Nationalsozialismus

Video von Radio Restdeutschland

Es gibt keinen natürlichen Grund, warum der neue Totalitarismus dem alten gleichen sollte. Ein Regieren mittels Knüppeln und Exekutivkommandos, mittels künstlicher Hungersnöte, Massenverhaftungen und Massendeportationen ist nicht nur unmenschlich (darum schert sich heute niemand viel); es ist nachweisbar leistungsunfähig — und in einem Zeitalter fortgeschrittener Technik ist Leistungsunfähigkeit die Sünde wider den Heiligen Geist.

Ein wirklich leistungsfähiger totalitärer Staat wäre ein Staat, in dem die allmächtige Exekutive politischer Machthaber und ihre Armee von Managern eine Bevölkerung von Zwangsarbeitern beherrscht, die zu gar nichts gezwungen zu werden brauchen, weil sie ihre Sklaverei lieben.

Schöne neue Welt — Aldous Huxley 1932

Ein Video aus dem Jahre 2014

Am 30. März 2014 hatte ich das Video "GLR Club 010 | Selbstvernachlässigung oder Exzellenz" aufgenommen (zugreifbar im Rahmen der GLR-Fördermitgliedschaft), in dem ich meine Eindrücke vom Konsumentenpublikum eines OBI-Baumarkts schilderte. Ich sagte damals: "Der Fatalismus und die Veränderungsfeindschaft der Überfetten spiegelt sich perfekt in unserer politischen Führung wieder." Der moderne Massenmensch der aktuellen Pseudodemokratie will einfach nur seine Ruhe haben und nicht weiter mit irgendwelchen unangenehmen politischen Sachfragen behelligt werden. Solange ihm ein Regime seine Bequemlichkeit und seine Abneigung gegen Veränderung und Unsicherheit einigermaßen aufrechterhält, wird er alles, aber auch alles in Kauf nehmen, bis hin zur indirekten Aushöhlung der Zukunft der Zivilisation, in der er momentan noch diese Annehmlichkeiten genießt.

Photo Credit: David Dees Illustration www.ddees.com

Zur Veranschaulichung brachte ich das obige Bild. Es zeigt die US-amerikanische Situation ca. nach der Jahrtausendwende im Vergleich zu den 1950er Jahren, paßt aber genauso gut auf die heutige deutsche Gesellschaft. In den letzten drei Jahren hat sich das Bild noch etwas geändert und wäre nun insofern zu modifizieren, als für die deutsche Version noch wenigstens einige Afrikaner, Syrer oder aus anderen außereuropäischen Ländern zugewanderte Neusiedler in die Darstellung mit aufzunehmen wären.

Schlußbemerkung

Ich hoffe, es ist jetzt etwas klarer geworden, wo die Ursache der Unfreiheit zu suchen ist. Wie sie zu beheben ist, wird in den anderen Beiträgen zur Freiheit genauer erläutert.

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