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Kraft
der
Freiheit

Das einfache Muster hinter dem Gutmenschen-Dünkel

Von GLR | 4.6.2017 9:00, Update 9:30

Hinter dem Gerede von Vielfalt, Weltoffenheit und Toleranz steckt ein ziemlich einfaches psychologisches Motiv, das nur leider viel zu selten angesprochen und aufgedeckt wird. Die scheinbaren Menschenfreunde sind gar keine, sondern es geht ihnen zuallerst um sich selbst, nämlich um ihr Bild von Güte und Herzlichkeit, von mitfühlender Menschlichkeit, also von allen im moralischen Sinn guten Eigenschaften. Diese schreiben sie sich selbst zu. Das wiederum ermöglicht ihnen, sich als etwas Besonderes und Wichtiges zu fühlen.

Das eigentliche Motiv ist also blanke Selbstsucht und Eitelkeit. Es ermöglicht ihnen, sich über andere zu stellen, denen sie mit Vorliebe Intoleranz, fehlende Solidarität und Rücksichtslosigkeit vorwerfen. Besonders gut fühlen sie sich, wenn sie diejenigen, deren Ansichten ihnen nicht passen, als "Nazis" beschimpfen können, denn "Nazis" sind die ultimativ schlechtesten Menschen — also genau das, was sie in ihrer eigenen Selbstvorstellung ganz und gar nicht sind. Denn sie sind ja liebevoll, verständnisvoll und gütig.

Der genannte Mechanismus ist eigentlich ziemlich primitiv und leicht zu durchschauen. Er kann nur deshalb so stark werden und sich so sehr im Recht fühlen, weil er von der heutigen Obrigkeit erwünscht, ja gefordert wird. Der eitle Selbstbeweihräucherer liegt voll im Trend; sowohl die Herrschenden als auch die Medien bestärken ihn darin. Auch seitens der Kirche wird er kräftig gelobt und ermuntert. Es gehört nicht viel Mut dazu, in diesen Chor einzustimmen.

Daß starke internationale Kräfte, die den Globalismus weltweit durchsetzen möchten, hier ein wichtiges Instrument der Einflußnahme besitzen, ist dem durchschnittlichen Gutmenschen-Mitläufer nicht bewußt. Diese Kräfte planen die Umgestaltung des Planeten in ihrem Interesse: Umsiedelung von hunderten von Millionen Menschen, Schaffung einer einförmigen Masse von System-Zulieferern und Untertanen, Konsumenten der von internationalen Konzernen produzierten Massenprodukte, unbewußte, hypnotisierte, glotzende und klickende Medienverbraucher — eine von sich selbst und ihren natürlichen Instinkten entfremdete Menschheit, die nur noch als Manövriermasse der selbsternannten Eliten und Fädenzieher in Erscheinung tritt, aber ansonsten nicht mehr gefragt wird.

Der Gutmenschendünkel ist die Schwachstelle der ursprünglich zu Freiheit und Autonomie tendierenden Menschenwesen. Individuen, denen man ihr Recht auf natürliche Interessenvertretung schlechtgeredet und aberzogen hat, sind williges Material für Manipulation und Fremdbestimmung. Politische Interessengruppen und Bewegungen, die sich dieser Strategie verweigern, werden als "populistisch" diskreditiert, selbst wenn sie in der Mehrheit sind.

Letztlich stellt sich immer wieder die einfache Frage: Läßt du dich bei deinen Schwächen packen und dir deine Mündigkeit und Selbständigkeit abhandeln, oder bringst du den Mut auf, dich auf dein eigenes Empfinden zu verlassen? Diese Frage finden wir nun im globalen Maßstab durchgespielt.


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